META

Im April 2011 beschloss die Europäische Kommission die vierte Projektphase des erfolgreichen Netzwerkes IN SITU zu fördern. La Strada war federführend an diesem 5-Jahresprojekt unter dem Titel META beteiligt, das von 2011 bis 2016 künstlerische Antworten auf brennende Fragen des urbanen Zusammenlebens gesucht hat.

META steht für „Manifeste européen pour la transformation par l’art“ (Europäisches Manifest für die Verwandlung durch Kunst) und verstand sich als Labor, welches vorwiegend im städtischen öffentlichen Raum agiert. Das österreichische Festival für Straßenkunst und Figurentheater La Strada zählte neben dem französischen Zentrum zur Kreation und Förderung von Straßenkunst, Lieux Publics (Marseille), zu den Gründungsmitgliedern des seit 2003 bestehenden Netzwerkes, welches inzwischen weitere 8 Koorganisatoren und 10 Partner aus 13 Nationen zählt.

Das Gesamtbudget von META betrug 4,4 Mio. Euro, die Hälfte davon kam von der EU. Diese Summe wurde von 2011 bis 2016 in unterschiedlichste Aktivitäten, vor allem aber in die Entwicklung und Förderung neuer Straßenkunstprojekte, investiert.

Den Auftakt zu META bildete das Symposium „Side by Side“ im November 2011 in Seggauberg bei Graz, womit La Strada seine Position als Creation Center der europäischen Straßenkunst unterstreichen konnte. 50 Festivalorganisatoren, Institutionen und KünstlerInnen kamen hier für eine Woche zu- sammen, um in intensivem Austausch über neue künstlerische Projekte und Wege zu diskutieren.

Das Projekt META bestand aus drei Schwerpunkten, denen verschiedene Aktionen zugeordnet waren:

„European Metamorphoses“
Engagierte, an ein großes Publikum gerichtete Projekte hinterfragten den Umgang mit Konsum und Energie kritisch und zeigten Änderungsmöglichkeiten auf.

„Walk in progress“
Knüpfte an die situationistische Methode der künstlerischen Stadterkundung bzw. an die europäische Tradition des Flanierens an. Neun Künstler aus den Ländern der neun META-Koorganisatoren durchstreiften ausgewählte Städte vom Zentrum bis zur Peripherie und erforschten sie künstlerisch im Hinblick auf die Themen Verkehr, neue Technologien und urbaner Wandel.

„Shared Cities“
Die "Stadt für alle" wird auf künstlerische Weise ins Zusammenleben eingreifen. Den vielfach gescheiterten Integrationsmodellen der Politik wurden kulturelle Formen des Miteinanders gegenübergestellt, die in ihrem kreativen Ansatz über das bloß dekorative Behübschen von sozialen Problemzonen hinausgehen sollten.

DIE KOORGANISATOREN:

Artopolis (Hungary)
Ctyri dny (Czech Republic) KIT (Denmark)
Košice 2013 (Slovakia)
La Strada (Austria)
Lieux publics (France)
Oerol (Netherlands)
Theater op de Markt (Belgium)
UZ Arts (Great Britain)

DIE PARTNER

Atelier 231 (France)
Consorzio La Venaria Reale (Italy)
Chalon dans la rue / L’Abattoir (France)
Norwich & Norfolk Festival (Norwich)
Fundacion Municipal de Cultura de Valladolid (Spain)

ODA Teatri ( Kosovo)
La Paperie (France)
Les Tombées de la nuit (France)

"IN  SITU  Platform  2014‐2017  has  been  funded  with  support  of  Creative  Europe  Programme  of  the  European Union” / “META 2011‐2016 has been funded with support from the European Commission (DGEAC – Culture programme)”

 

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