La Strada 2015

Staunen gemacht,
zum Lachen gebracht,
zu Tränen gerührt.

La Strada hat die Menschen wieder mit auf eine Reise durch die eigene Stadt
genommen und damit ganz neue Perspektiven auf die Orte des Alltags eröffnet.

Neun Tage lang waren die Straßen und Plätze der Stadt wieder große Bühnen, temporäre Theater, Orte überraschender Begegnungen und boten so ganz andere Perspektiven, als sie das sonst im Alltag tun.
La Strada hat die Bewohner auch heuer mit auf eine Reise durch die eigene Stadt genommen, sie staunen gemacht, zum Lachen gebracht und zu Tränen gerührt. Und sich dabei wieder einmal über die unglaublich große Bereitschaft der Grazerinnen und Grazer gefreut, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. „Unser Publikum weiß, dass man Mut zum Risiko haben und sich etwas trauen muss, wenn wirklich Neues entstehen soll“, so Intendant Werner Schrempf, „und das Wunderbare ist, dass die Menschen dieser Stadt bereit sind, dieses Risiko mit uns zu teilen, dabei zu sein, wenn sich etwas Neues entwickelt. Und sich damit an der Entwicklung der Kunst direkt zu beteiligen, denn gerade Straßenkunst kann sich ohne Publikum überhaupt nicht entwickeln.“

Seit 18 Jahren bewegt La Strada nun schon die Stadt, heuer stand der Mensch in all seinen Lebensphasen im Mittelpunkt des Festivals, das am Samstag zu Ende gegangen ist. Bereits bei der Premiere am 31. Juli in der Grazer Oper konnten sich die „7 Fingers“ in der bis auf den letzten Platz gefüllten Grazer Oper über stehende Ovationen für ihre Produktion „Cuisine & Confessions“ freuen – und waren damit bei weitem nicht die einzige mehr als ausverkaufte Vorstellung des heurigen Festivals. So konnten auch die Puppenspieler Nikolaus Habjan und Neville Trantner zahlreiche begeisterte Zuschauer begrüßen und das Thema Lebensphasen – vom Erwachsenwerden bis hin zum Älterwerden – in ihren Stücken verarbeiten.

Bewegt, unterhalten und nachdenklich gemacht haben auch die frisch aus der Seniorenresidenz entschlüpften „Échappées Belles“ der Compagnie Adhok, die sich mit wiederentdeckter Lebensfreude die Straßen des Lebens auf ihre ganz eigene Weise zurückerobert haben. Auch Benjamin Vandewalle und sein Team luden bei „Birdwatching 4x4“ zum Nachdenken über die Perspektivenwechsel und richteten den Blick auf den Alltag der Stadt. Oder die Künstler vom KUNSTLABOR Graz des uniT mit ihrer Produktion „Hello und Goodbye“ in Liebenau. „Diese Produktion hat in ganz unerwartetem Ausmaß für Diskussionen mit den Menschen vor Ort gesorgt und ein ganz neues Publikum erschlossen“, sagt Werner Schrempf, der schon
am ersten Tag nach La Strada 2015 an neuen Projekten für La Strada 2016 arbeitet, und damit seinem Ziel, in Graz ein Creation Center zu etablieren, in dem ganzjährig Raum für die Entwicklung heimischer und internationaler Produktionen ist, einen Schritt näher gekommen ist. Nach dem Festival ist vor dem Festival – und entsprechend laufen derzeit in Graz-Reininghaus bereits die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Das wieder bewegen, begeistern und Perspektiven verändern wird: nicht nur auf Grund herausragender Künstler, sondern eben auch oder gerade wegen seines einzigartigen Publikums.

Wir sehen uns bei La Strada 2016. Von Freitag 29. Juli bis Samstag 6. August.

Werner Schrempf, Intendant La Strada Graz