Anmeldung – SIGNAL AM DACHSTEIN (Ouvertüren 2–7)

Ouvertüre 2: Artenvielfalt / 22. August 2021

Weißenbach bei Haus/Ennstal über Ahornsee & Grafenbergsee zur Grafenbergalm. Dann Rückweg zum Ausgangspunkt.
Begleitet durch: Adelheid Pfandl, Kräuterkundige / Bodo Hell, Literat / Fritz Moßhammer, Musiker / Helmut Wawra (TVN Haus), Tourenführung

Im Rahmen der Ouvertüre lädt Adelheid Pfandl die Gruppe zum Halten, Schauen und Lauschen ein. Sie erzählt von der Heilkraft der Alpenblumen und den Gefahren des Eisenhuts. Gemeinsam werden Farne und Flechten und andere versteckte Schönheiten am Wegesrand entdeckt. Ausgehend vom Teufelssprung trägt der Literat Bodo Hell an markanten Stellen des stufenweisen Aufstiegs durchs Ahornkar ortsbezogene literarische Verarbeitungen von Ereignissen und Erzählungen vor. Fritz Moßhammer begrüßt die Wanderer im Felsenrund des Ahornsees mit seinem Alphorn. Die beiden vereint die Rhythmik des Atems, der gemeinsame Puls.

Die maximale Teilnehmerzahl wurde bereits erreicht. Eine Anmeldung ist daher nicht mehr möglich.

Ouvertüre 3: Wald und Weide / 13. August 2021

Auf- und Abstieg von Gröbming aus zum Hirzberg (2.051 m).
Begleitet durch: Andreas Pircher, Revierleiter der Österreichischen Bundesforste  / Peter Gruber, Literat / Toni Burger, Musiker / Manfred Lindtner (ÖAV Gröbming), Tourenführung

Bei verschiedenen Wanderstopps gibt Andreas Pircher Einblicke in sein Waldwissen u. a. zu Borkenkäfern, naturnaher Forstwirtschaft, Lebensraum des Auerwilds, alpinen Zirben und Walderholung versus Übernutzung seltener Lebensräume / Performance von Peter Gruber und Toni Burger - Eine Verschränkung von Text und Klang auf dem Hirzberg-Gipfel: „Das Almleben am östlichen Dachsteinplateau (mit dem Kemetgebirge) und der Hirzberggipfelblick zum Schneegebirge (Dachstein) vor 200 Jahren. Die Begegnung mit der Gegenwart bedarf stets auch des Blickes zurück. Eine literarische, erzählerische Schilderung, zugleich historische Spurensuche versus gegenwärtigem ‚Signal am Dachstein‘.“

Die maximale Teilnehmerzahl wurde bereits erreicht. Eine Anmeldung ist daher nicht mehr möglich.

Ouvertüre 4: Geologie – Dimensionen von Zeit und Raum. / 26. September 2021

Obertraun über Gjaidalm, Zirmgrubn, Taubenkar, unterer/oberer Eissee zur Simonyhütte. Dann weiter zum Gletscherrand und retour über den Trägerweg.
Begleitet durch: Ingomar Fritz, Geologe und Paläontologe, Universalmuseum Joanneum / Susanne Posegga, Fotografin & Tourenführung / Manfred Rußmann, Musiker

Poetisch-musikalische Entführung in ein unbekanntes Land: Rundwanderung von der Gjaid Alm zu den Eisseen und über die Simonyhütte zurück. An zehn Stationen liest Susanne Posegga aus ihren Texten und lädt zu philosophischen Diskursen über den Wert der Natur ein, aus deren Resultaten ein Fotoprojekt entsteht.
Manfred Rußmann bringt die Landschaft mit seinen Maultrommeln aus aller Welt zum Klingen und der Geologe Ingomar Fritz entführt uns in frühe Zeiten der Erdgeschichte. Sinnlich, verträumt, leidenschaftlich – voller Liebe und Begeisterung für diese Landschaft.

Ouvertüre 5: Meteorologie / 25. September bis 26. September 2021

Echerntal bei Hallstatt über Wiesberghaus (Nächtigung) und Simonyhütte zum Gletscher. Von dort aus Rückweg oder Weiterwanderung über Simonyhütte zum Gletscher und zur Hunerkogelbahn.
Begleitet durch: Albert Sudy, Meteorologe / Katharina Pfennich, Ton-Künstlerin / Franziska Fleischanderl, Musikerin / Stefan Brunner, Bergführung

Ouvertüre 6: Glaziologie / 18. September bis 19. September 2021

Von Gosauseen über Adamekhütte (Nächtigung), Gosaugletscher und die Steinerscharte zum Hallstättergletscher.
Begleitet durch: Lea Hartl, Glaziologin / Markus Jeschaunig, bildender Künstler / Horst Martin Krammer und Alphornisten / Marie-Theres Härtel & Florian Trübsbach, Musiker*innen

Im Rahmen der Ouvertüre verrät Lea Hartl, wie sich die Gletscher am Dachstein seit der kleinen Eiszeit verändert haben und gibt Einblicke in das Gletscher Monitoringprogramm am Hallstättergletscher. Markus Jeschaunig erzählt von seiner langjährigen künstlerischen Beschäftigung mit dem Thema Eis. Darunter ein Eiskeller-Experiment (2017), die Eisschmelz-Apparatur „Anthroprint” (2020/21) oder das Festival der Regionen-Projekt „Gletscher in Not” (2021). Entlang des Wanderwegs wird er ein Bildmotiv enthüllen, das eine künstlerische Animation zur Gletscherzukunft offenbart. Musikalisch begleitet wird die Ouvertüre von Alphornisten unter der Leitung von Horst Martin Krammer an den Gosauseen und vom Duo Härtel-Trübsbach während der Wanderung. Neben ihrer stilistischen Vielseitigkeit (Volksmusik, Jazz, Funk) setzen Marie-Theres Härtel und Florian Trübsbach eine Fülle von Instrumenten gekonnt ein, wobei ihr Zweigesang so manche instrumentale Eskapade erdet.

Ouvertüre 7: Erschließungsgeschichte der touristischen Infrastruktur am Dachstein / 18. September 2021

Von der Türlwandhütte über Weg 615, Südwandhütte und Hunerscharte zum Schladminger Gletscher und schließlich Bergstation der Dachsteinbahn.
Begleitet durch: Georg Bliem, Direktor Planai Hochwurzenbahnen und Dachsteinbahn / Ferdinand Seebacher, Schauspieler / Ralph Schicha, Musiker / Andi Fischbacher, Musiker / Anton Streicher und Patrick Laszlo (ÖAV Schladming), Tourenführung und Bergrettung