Pierre Sauvageot & Lieux publics (FR)


Wie klingt eine Eisenbahn-Symphonie? Wenn Pierre Sauvageot sich ihrer annimmt, ein bisschen wie Strawinskis „Frühlingsweihe“, ein bisschen wie der Grazer Hauptbahnhof und ein bisschen mehr wie ein Werk des französischen Künstlers, den das La Strada-Publikum schon vor zwei Jahren lieben gelernt hat, als er am Schöckl den Wind dirigierte. Für seine 31-minütige Symphonie hat er den Klang dieses Ortes des Aufbruchs mit Strawinskis Musik verwoben, jenes Stück re-inszeniert, das symbolisch für das Industriezeitalter steht. Erhalten bleiben Partitur und Dynamik, dazu kommen aber all die Geräusche, die derjenige hört, der auf einem Bahnsteig einen Moment der Muße erlebt: das Quietschen der Bremsen, die Lautsprecher-Durchsagen und das Stimmengewirr der Reisenden. Ein Sakrileg? „Strawinkski würde es uns vergeben und die Hommage an ihn erkennen“, sagt Sauvageot.

Eine Koproduktion mit dem internationalen Straßenkunst-Netzwerk IN SITU

Mit freundlicher

Unterstützung des Institut Français und der Holding Graz!

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