SIGNAL AM DACHSTEIN


Eine Landschaftsoper zur Sommersonnenwende.

Gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen und Expert*innen aus der Region (Alpenverein, Naturfreunde, Bergführer*innen, Bergrettung, Gemeinden, Tourismus, Seilbahnunternehmen, Umweltspezialist*innen, Gletscher- und Naturforscher*innen, Künstler*innen und Kulturschaffenden), dem Festival der Regionen aus Oberösterreich und den niederländischen Klangkünstlern Strijbos & Van Rijswijk überschreitet La Strada heuer zeitliche und geographische Grenzen.

Geographisch erobert das Festival erstmals nicht nur Straßen in der Stadt, sondern auch Wege am Land, die nicht einmal mehr zwingend in der Steiermark liegen müssen, sondern auch in Oberösterreich und Salzburg beschritten werden. Auch zeitlich dehnt das Festival seinen Rahmen weiter aus: Das erste große Projekt des heurigen Festival-Sommers beginnt nämlich bereits zur Sommersonnenwende Ende Juni – mitten in der Nacht. 

Aus allen Richtungen kommen Gruppen bestehend aus Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Teilnehmer*innen zu Fuß oder mit der Bergbahn, in drei Stunden oder drei Tagen auf den Gletscher – und bilden damit die Ouvertüren zu der Landschaftsoper, die am Ziel Weltpremiere hat. Zum Sonnenaufgang, zur Sommersonnenwende, am Sonntag, dem 20. Juni 2021.

„Kreativität gehört auch in den Alltag“

Seit fast fünf Jahren arbeiten La Strada-Intendant Werner Schrempf, Festival der Regionen-Direktor Airan Berg und die niederländischen Klangkünstler Jeroen Strijbos & Rob van Rijswijk an dem Konzept, mit dem sie eine ganz Palette wichtiger Ziele verfolgen.

Zum einen geht es darum, über den Tellerrand hinauszuschauen, interdisziplinäre Verbindungen zwischen Künstlern, Wissenschaftlern, aber auch den Menschen aus der Region – wie etwa dem Alpenverein oder Mitgliedern der Bergrettung – herzustellen. Denn die Kreativität der Kunst- und Kulturschaffenden gehört nicht nur auf die Bühne, sondern auch in den Alltag.

Zumal es die Kreativität und den Willen aller im Kampf gegen den Klimawandel brauchen wird, für dessen Bedeutung sich auf dem Dachstein – leider – ein ganz besonders deutliches Zeichen setzen lässt. Denn dieser Gletscher wird nicht irgendwann in einer fernen Zukunft, sondern noch zu Lebzeiten vieler Teilnehmer*innen verschwinden.

Die Ouvertüren von SIGNAL AM DACHSTEIN

Ouvertüre 1: Artenvielfalt
Weg von Weißenbach bei Haus/Ennstal über die 3 Seen Ahornsee, Grafenbergsee, Silberkarsee zum Gletscher 
In Zusammenarbeit mit: TVN Haus/Ennstal, ÖAV Haus/Ennstal und ÖBRD Team Haus/Ennstal

Ouvertüre 2: Archäologie
Weg von Gröbming über den Hirzberg
In Zusammenarbeit mit: ÖAV Gröbming, ÖAV Bad Mitterndorf, Ausseerland und dem ÖBRD

Ouvertüre 3: Glaziologie
Weg über die Gosauseen zur Adamekhütte – Steinerscharte Hallstättergletscher 
In Zusammenarbeit mit: ÖAV OG Gosau, ÖAV Bad Goisern und dem ÖBRD

Ouvertüre 4: Meteorologie
Weg von Hallstatt über Wiesberghaus und Simonyhütte in den Aktionsraum
In Zusammenarbeit mit: Naturfreunde Oberösterreich mit OG Lenzing, ÖBRD Obertraun und ÖAV Hallstatt.

Ouvertüre 5: Geologie
Weg von Obertraun über die Gjaidalm – Taubenkogel – Gjaidkar – Simonyhütte
In Zusammenarbeit mit: ÖBRD Obertraun, ÖAV Hallstatt und Ausseerland, TVN Obertraun

Ouvertüre 6: Eine künstlerische Annäherung an den Gletscher
Die Gestaltung dieser Ouvertüre erfolgt gemeinsam mit Künstler*innen aus der Region, die einen besonderen Bezug zu diesem außergewöhnlichen Naturraum haben. Es geht darum, genau hinzuhören und ein Ohr auf den Gletscher zu legen. Darauf, was dort wegschmilzt, welches Riesenarchiv an in das Eis eingeschriebener Natur- und Kulturgeschichte jetzt langsam wieder abgegeben wird. Und um die Sensibilisierung dafür, dass wir alle etwas damit zu tun haben, dass es eine Zusammenarbeit der Menschen rund um den Berg braucht.
Ausgehend von unterschiedlichen Orten in der Steiermark, Oberösterreich und Salzburg werden mitten in der Nacht die Teilnehmer*innen mit Bussen aufbrechen, um sich gemeinsam der natur- und kulturgeschichtlichen Entwicklung dieser fantastischen Landschaft zu nähern.

Zu Sonnenaufgang treffen sich die Beteiligten aller Ouvertüren am Gletscher, um gemeinsam am Höhepunkt der Landschaftsoper teilzunehmen. Neben all den wichtigen Zielen wird das Erlebnis in den frühen Morgenstunden der Sommersonnenwende aber für die Teilnehmer*innen eine persönliche Erfahrung sein – die vielleicht vielen noch in Erinnerung sein wird, wenn der Gletscher längst Geschichte ist.

Die Ouvertüren 1 bis 5 beleuchten auf mehrtägigen Wander-Etappen die vielfältigen Blickwinkel. Sie setzen sich in sensibler künstlerischer Weise mit dem Verhältnis von Mensch und Natur auseinander und stellen die schwindenden Gletscher des Dachsteinmassives ins Zentrum der Wahrnehmung. Gemeinsam mit Expert*innen und Kooperationspartner*innen der Region, mit Künstler*innen und Kulturschaffenden entstehen unterschiedliche Choreographien der Annäherung.  

Sie haben die Möglichkeit, an der Ouvertüre 6 „Eine künstlerische Annäherung an den Gletscher“ teilzunehmen. Dazu sollten Sie von guter Kondition sein und über wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk verfügen.

Schon jetzt können Sie sich für die Ouvertüre 6 „Eine künstlerische Annäherung an den Gletscher“ anmelden.